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Ein CD-Spieler für 2026. Ernsthaft?

Luxman | D-100 CENTENNIAL

Ja.

Und genau das finde ich am D-100 CENTENNIAL interessant.

Streaming ist bequem, funktioniert hervorragend und wird für die meisten Menschen heute die wichtigste digitale Quelle sein.

Trotzdem stehen in vielen Sammlungen Hunderte oder Tausende CDs und SACDs. Musik, die längst gekauft ist, die einem gehört und die unabhängig von irgendeinem Streamingdienst funktioniert.

Wer eine solche Sammlung besitzt und sie weiterhin auf höchstem Niveau hören möchte, für den baut Luxman im Jahr 2026 tatsächlich noch einen kompromisslosen Disc-Player.

Und zwar keinen nostalgischen.

Der D-100 ist gleichzeitig SACD-Spieler und hochwertiger D/A-Wandler für externe digitale Quellen.

Das macht die Sache interessant.

Was macht der D-100 eigentlich?

Zunächst liest er CDs und SACDs.

Das klingt banal, ist aber der Anfang der gesamten digitalen Wiedergabe.

Luxman hat dafür ein eigenes Laufwerk entwickelt. Der eigentliche Mechanismus sitzt in einer massiven Konstruktion aus 8 mm starken Aluminiumteilen, einer 5 mm starken Stahlplatte und einer weiteren 8 mm starken Aluminiumplatte.

Warum dieser Aufwand?

Eine Disc dreht sich. Das Laufwerk bewegt sich. Gleichzeitig soll ein optisches System die darauf gespeicherten Daten zuverlässig auslesen.

Luxman versucht deshalb, diesen mechanischen Teil möglichst stabil aufzubauen und von äußeren Einflüssen abzuschirmen.

Danach beginnt der eigentlich interessante Teil.

Die digitalen Daten müssen in ein analoges Signal umgewandelt werden, mit dem ein Verstärker arbeiten kann.

Und genau deshalb ist der D-100 wesentlich mehr als nur ein Laufwerk.

Digital ist digital. Oder doch nicht?

Die Information auf einer CD wird durch einen besseren Player nicht plötzlich mehr.

Auch der D-100 findet keine zusätzlichen Informationen auf einer Disc.

Und selbstverständlich kann ein D/A-Wandler nichts ergänzen, was in den digitalen Daten nicht vorhanden ist.

Aber ein CD-Spieler muss diese Daten auslesen, zeitlich verarbeiten, in ein analoges Signal umwandeln und dieses anschließend an den Verstärker ausgeben.

Dabei kann sehr wohl etwas verändert werden.

Deshalb ist für mich beim D-100 nicht interessant, ob Luxman angeblich „mehr Details aus der CD holt“.

Das kann er nicht.

Interessant ist, was auf dem Weg von der Disc bis zum analogen Ausgang mit den vorhandenen Informationen passiert.

Genau dort steckt der Aufwand dieses Gerätes.

Was macht Luxman bei der Wandlung?

Im D-100 arbeiten zwei aktuelle ROHM BD34302EKV D/A-Wandler. Für jeden Kanal steht ein eigener Wandler zur Verfügung.

Danach ist die Arbeit noch lange nicht erledigt.

Aus den digitalen Daten ist zwar ein analoges Signal geworden, dieses muss aber anschließend noch sauber aufbereitet und ausgegeben werden.

Und genau hier behandelt Luxman den D-100 fast wie einen seiner Verstärker.

Die analoge Ausgangsstufe verwendet die aktuelle LIFES-1.1-Schaltung. Linker und rechter Kanal besitzen getrennte Gleichrichtung und Spannungsregelung. Dazu kommt eine Stromversorgung mit insgesamt 40.000 µF Siebkapazität.

Das ist für mich wesentlich interessanter als die Frage, welcher DAC-Chip auf der Platine sitzt.

Ein DAC-Chip alleine macht noch keinen guten D/A-Wandler.

Das gesamte Gerät entscheidet.

Und wenn ich hauptsächlich streame?

Dann wird der D-100 nicht automatisch überflüssig.

Er besitzt digitale Eingänge und kann deshalb als eigenständiger D/A-Wandler verwendet werden.

Ein Netzwerktransport wie der Luxman NT-07 kann beispielsweise per USB angeschlossen werden. Der D-100 übernimmt anschließend die komplette Wandlung und analoge Ausgabe.

Über USB verarbeitet er PCM bis 768 kHz / 32 Bit und DSD bis 22,5 MHz. Zusätzlich stehen koaxiale und optische Digitaleingänge zur Verfügung.

Damit können CD und Streaming über dieselbe D/A-Wandlung und dieselbe analoge Ausgangsstufe laufen.

Das finde ich für eine hochwertige Anlage ausgesprochen sinnvoll.

Man braucht nicht zwangsläufig einen hervorragenden SACD-Spieler und daneben noch einen separaten DAC.

Der D-100 kann beides übernehmen.

Wie klingt der D-100?

Bei einem digitalen Quellgerät interessiert mich vor allem, ob ich irgendwann vergesse, worüber die Musik gerade abgespielt wird.

CD, SACD oder Stream.

Die Aufnahme sollte den Unterschied machen.

Nicht das Medium.

Genau hier liegt für mich der Anspruch an ein Gerät dieser Klasse.

Der D-100 soll nicht jede Aufnahme mit einem bestimmten Charakter versehen. Er soll die vorhandenen Informationen möglichst vollständig durch seine digitale und analoge Verarbeitung bringen.

Und wenn das gelingt, passiert etwas ziemlich Angenehmes:

Die Diskussion über Digitaltechnik wird irgendwann uninteressant.

Man legt eine CD ein oder startet den Stream.

Und hört Musik.

Genau dafür ist das Gerät da.

Für wen ist der D-100 gedacht?

Vor allem für jemanden mit einer ernsthaften CD- oder SACD-Sammlung.

Wer 1.000 CDs besitzt, muss sich von diesen nicht verabschieden, nur weil heute fast alles gestreamt wird.

Im Gegenteil.

Dann kann ein Gerät wie der D-100 ausgesprochen sinnvoll sein.

Interessant ist er außerdem für jemanden, der Disc und Streaming in einer hochwertigen Anlage verbinden möchte. Ein Netzwerktransport kann den D-100 als DAC verwenden und beide Quellen laufen anschließend über dieselbe analoge Ausgangsstufe.

Wer dagegen überhaupt keine CDs oder SACDs mehr hört und ausschließlich streamt, sollte sich die Frage stellen, ob ein reiner D/A-Wandler nicht die sinnvollere Lösung ist.

Dafür gibt es bei Luxman den DA-07X.

Man muss kein Laufwerk kaufen, das man niemals benutzt.

Ist dieser Aufwand sein Geld wert?

Das ist bei einem digitalen Quellgerät eine berechtigte Frage.

Denn eine CD enthält dieselben Daten, egal ob sie in einem günstigen oder einem sehr aufwendig gebauten Spieler liegt.

Also muss Luxman erklären können, wofür das Geld ausgegeben wird.

Beim D-100 lässt sich das ziemlich gut nachvollziehen.

Ein eigenes massives SACD/CD-Laufwerk. Zwei getrennt arbeitende D/A-Wandler. Eine vollständige analoge Ausgangsstufe auf dem Niveau der aktuellen Luxman-Verstärkertechnik. Eine entsprechend aufwendige Stromversorgung und zusätzlich die Möglichkeit, externe digitale Quellen anzuschließen.

Am Ende stehen 25,4 Kilogramm auf dem Rack.

Das alleine macht natürlich noch keine bessere Musik.

Aber man versteht, wo der konstruktive Aufwand steckt.

Ob sich dieser Aufwand gegenüber einem günstigeren Digitalgerät in Ihrer Anlage lohnt, muss anschließend gehört werden.

Sonst braucht man ihn nicht.

Warum bei Akustik Strauss?

Beim D-100 würde ich zuerst fragen, wie Sie tatsächlich Musik hören.

CD?

SACD?

Streaming?

Alles zusammen?

Und welche Geräte sind bereits vorhanden?

Wenn beispielsweise schon ein hervorragender D/A-Wandler in der Anlage steht, muss man überlegen, ob ein D-100 überhaupt die richtige Investition ist.

Bei einer neuen Anlage können wir die Sache von Anfang an sauber aufbauen. Dann entscheiden wir, welche Quellen tatsächlich benötigt werden und welches Gerät welche Aufgabe übernimmt.

Nicht drei Digitalgeräte kaufen, weil jedes davon irgendwo fünf Sterne bekommen hat.

So wenig Geräte wie möglich.

So viele wie nötig.

Und am Ende soll die Musiksammlung gehört werden.

Nicht die Anlage.

Luxman D-100 CENTENNIAL

Angebot€19.990,00

Technische Daten

Abspielbare Discs
CD
2-Kanal-SACD

D/A-Wandler
2 × ROHM BD34302EKV
Dual-Mono-Konfiguration

USB PCM
44,1 kHz bis 768 kHz
16 / 24 / 32 Bit

USB DSD
2,8 / 5,6 / 11,2 / 22,5 MHz
1 Bit

Koaxial / optisch
PCM bis 192 kHz / 24 Bit
DSD 2,8 MHz über DoP

Analoge Ausgangsspannung / Ausgangsimpedanz
Cinch: 2,4 V / 300 Ω
XLR: 2,4 V / 600 Ω
SACD / DSD: 2,3 V

Frequenzgang
CD / Koaxial / optisch: 5 Hz bis 20 kHz, +0 / −0,5 dB
SACD: 5 Hz bis 38 kHz, +0 / −3 dB
USB: 5 Hz bis 58 kHz, +0 / −3 dB

Klirrfaktor
CD: 0,0016 %
SACD: 0,0007 %
USB: 0,0006 %

Signal-Rausch-Abstand (IHF-A)
125 dB

Disc-Laufwerk
Luxman LxDTM-i

Analoge Ausgangsstufe
LIFES 1.1

Digitalfilter
PCM: 3 wählbare Filter
DSD: 2 wählbare Filter

Leistungsaufnahme
44 W

Abmessungen B × H × T
440 × 154 × 420 mm

Gewicht
25,4 kg

Lieferumfang
Fernbedienung RD-21
Netzkabel