XLR-Kabel
Bei einer symmetrischen XLR-Verbindung gibt es drei Möglichkeiten: sonorus direct S, sonorus protect S und excelsus direct S. Für eine normale HiFi-Anlage ist Sonorus Direct der Ausgangspunkt. Protect ist die geschirmte Variante für Anwendungen, in denen eine zusätzliche Abschirmung tatsächlich benötigt wird. Excelsus Direct ist die aufwendigere ungeschirmte Ausführung.
XLR überträgt das Audiosignal symmetrisch. Ein wesentlicher Vorteil dieser Technik ist ihre hohe Störsicherheit. Genau deshalb wird sie seit Jahrzehnten in Studios und in der professionellen Audiotechnik eingesetzt.
Das sonorus direct S verwendet massive Signal- und Masseleiter aus hochreinem Kupfer mit einem Querschnitt von 0,20 mm², Naturfasern und hochreine Polymere. Konfektioniert wird mit Neutrik-XLR-Steckern mit vergoldeten Kontakten.
Direct ist ungeschirmt. Das ist kein Weglassen eines Qualitätsmerkmals. Eine Abschirmung hat eine konkrete Aufgabe: Schutz vor Einstreuungen. Eine symmetrische Verbindung ist konstruktiv bereits sehr störsicher, weshalb eine zusätzliche Abschirmung in einer normalen heimischen HiFi-Anlage in aller Regel nicht notwendig ist.
Wo die Umgebung diesen zusätzlichen Schutz tatsächlich verlangt, gibt es sonorus protect S. Typische Anwendungen sind Bühne und Live-Aufnahmen, lange Leitungswege oder elektrisch problematische Umgebungen. Protect ist also nicht die bessere Version von Direct, sondern eine Variante für einen anderen Einsatz.
Beim excelsus direct S steigt der Leiterquerschnitt von 0,20 auf 2,08 mm² – ungefähr auf das Zehnfache. Zusätzlich verwendet VOVOX OCC-Kupferleiter, die bei −198 °C tieftemperaturbehandelt werden. Die erheblich dickeren Massivleiter machen das Kabel allerdings sehr steif.
Für die meisten Anlagen zu Hause ist damit sonorus direct S meine erste Empfehlung. Protect kommt zum Einsatz, wenn die Umgebung eine Abschirmung verlangt. Excelsus Direct ist die konstruktiv aufwendigere Alternative, wenn dieser zusätzliche Aufwand innerhalb der Anlage sinnvoll ist.