
Britische HiFi-Tradition seit 1936 | The Closest Approach to the Original Sound
QUAD
Peter Walker war neunzehn Jahre alt, als er 1936 in London die Acoustical Manufacturing Company gründete. Er hatte kein fertiges Produkt, kein Kapital und keinen klaren Geschäftsplan. Nur eine Überzeugung: dass Musik im Wohnraum so klingen kann, wie sie aufgenommen wurde, wenn man das richtig angeht. Aus dieser Überzeugung entstand eine Marke, die fast neun Jahrzehnte später immer noch mit demselben Satz erklärt wird: „The closest approach to the original sound."
Der Name QUAD folgte aus der Praxis. Walkers erste kommerziell erfolgreiche Kombination aus Vor- und Endstufe hieß Quality Unit Amplifier Domestic, kurz QUAD. Ein pragmatischer Name für ein Gerät, das eine klare Aufgabe hatte: Musik möglichst unverfälscht ins Wohnzimmer zu bringen, ohne dass die Technik sich selbst in den Vordergrund spielt. Das klingt selbstverständlich. Im HiFi-Markt ist es das nicht.
Der elektrostatische Lautsprecher als Konsequenz
1957 zog QUAD eine logische Schlussfolgerung. Wenn ein Lautsprecher die Aufnahme nicht interpretieren soll, braucht er eine Membran, die so leicht ist, dass sie dem Signal folgt, anstatt ihm zu widerstehenm. Das Ergebnis war der ESL-57, der erste vollständig vollbereichsfähige elektrostatische Lautsprecher der Welt, der sich im Handel durchsetzte. Eine hauchdünne Mylarfolie, gespannt zwischen zwei leitfähigen Gitterplatten, angetrieben durch elektrostatische Felder statt durch Schwingspule und Magnet.
Die Konsequenz aus diesem Prinzip ist hörbar: kein Gehäuseklang, keine träge Membranmasse, keine Intermodulationsverzerrungen im Mittelton und eine Klangtransparenz, die auch heute noch als Referenz gilt. Der ESL-57 wurde fast 25 Jahre nahezu unverändert gebaut. Sein Nachfolger ESL-63 erweiterte das Konzept 1981 um ein progressiv angesteuertes Ringzonensystem für homogenere Abstrahlung. Und mit den aktuellen ESL-2812X und ESL-2912X hat QUAD 2025 die nächste Generation vorgestellt, mit überarbeiteter Fertigung, neuen Frequenzweichen und derselben Grundidee wie 1957.
Verstärker, die nicht auffallen wollen
Parallel zur Lautsprecherentwicklung entstanden bei QUAD Verstärker, die denselben Grundsatz verfolgten: das Signal aufzunehmen und abzugeben, ohne es zu kommentieren. Der Quad II von 1953 wurde über 90.000 Mal verkauft und gilt bis heute als Klassiker unter Röhrenhörern. Die Transistorverstärker 33 und 303 der sechziger Jahre standen ebenfalls für klangliche Neutralität und langlebige Technik, kein Klangdesign, keine kurzlebigen Modetrends.
Akustik Strauss führt QUAD Elektronik, weil sich diese Haltung nicht verändert hat. Die aktuellen Geräte bauen auf denselben Grundsätzen auf, mit moderner Schaltungstechnik, die die Intention nicht verlassen hat. Es gibt in der QUAD Elektronik keine Überzeichnungen, keine aufgedrehten Höhen für mehr scheinbare Auflösung und kein bewusstes Klangdesign. Ein QUAD Verstärker arbeitet im Hintergrund, damit die Aufnahme vorne steht.
Was Akustik Strauss aus dem QUAD-Sortiment führt
Bei Akustik Strauss sind QUAD Verstärker und QUAD Vorverstärker erhältlich, darunter klassische Modelle wie der QUAD 33, die als zeitlose Referenz für neutrale, musikalische Wiedergabe stehen. Diese Geräte richten sich an Hörer, die Vertrauen in bewährte Technik und klare Ingenieursphilosophie schätzen, statt in Marketingaussagen oder kurzlebige Klangversprechen.
QUAD gehört bei Akustik Strauss zur Elektronik, die ohne Diskussionen ihren Dienst tut. Ein Vorverstärker, eine Endstufe, ein Vollverstärker, alle mit demselben Ziel: das Signal so stabil, sauber und vollständig wie möglich zur Verfügung zu stellen. Was Peter Walker 1936 in London begann, ist in Garmisch-Partenkirchen heute hörbar.